Eugen Spiro:
Gemälde-Angebote |
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Eugen Spiro |
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Geboren |
18.4.1874 in Breslau |
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Gestorben |
26.9.1972 in New York |
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1874 |
Geboren am
18. April als Sohn einer musisch-künstlerisch begabten
jüdischen Kantoren-Familie |
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1892-1897 |
Studium in
Breslau bei Albrecht Bräumer, in München an der Akademie der Bildenden Künste als Meisterschüler
bei Franz von Stuck, eigenes Atelier in der Stuck-Villa |
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1897-1904 |
Aufenthalte
in Italien, Breslau und München. Mitglied der Münchner
Sezession, Titelbilder für die Jugend,
Ausstellungen des Deutschen Künstlerbunds |
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1903 |
Heirat mit
der Schauspielerin Tilla Durieux |
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1904-1906 |
Berlin.
Mitglied der Berliner Sezession (gemeinsam mit u.a. Corinth, Liebermann,
Slevogt, Ury) |
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1906-1914 |
Paris.
Professor an der Académie moderne und der Académie
des Beaux-Arts. Ausstellungen im Salon des Tuileries.
Verkehrt im Künstlerkreis des Café du Dôme.
Zahlreiche Porträt-Aufträge |
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1914-1935 |
Rückkehr
nach Berlin. Nach Scheidung von Tilla Durieux zweite Ehe mit Elisabeth Saenger-Sethe.
Vorstandsmitglied der Berliner Sezession (bis 1933),
Professor an der Staatlichen Kunstschule, Mitglied der
Ankaufskommission der Nationalgalerie. |
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1920-1932 |
Mal-Reisen
durch Europa und nach New York. Graphikmappen,
Zeichnungszyklen, teils im Auftrag von Mäzenen |
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1935-1940 |
Emigration
nach Paris. Mitbegründer und Vorsitzender der union des artistes libres (u.a. Max Beckmann, George Grosz, Oskar Kokoschka, Wols |
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1941 |
Ausreise in
die USA nach Intervention u.a. Thomas Manns bei Präsident
Roosevelt. Dritte Ehe mit Lilli Jacoby |
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1942-1972 |
New York.
Verschiedene Lehraufträge. Seit 1943 regelmäßige
Einzelausstellungen der Galerie St. Etienne New York
Zahlreiche
Portraits, vor allem prominenter europäischer Emigranten.
Serie der Musikerlithographien und der
alttestamentlichen Propheten. Landschaftsgemälde.
Jährliche Mal-Reisen nach Italien, Dänemark und in die
Schweiz |
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1972 |
Eugen Spiro stirbt am 26.9.1972 in New York |
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Entwicklung
Eugen Spiro gehört zu den bedeutenden
deutschen Malern des 20. Jahrhunderts, das er künstlerisch
tätig sieben Jahrzehnte lang begleitete. In seinem Werk nahm
er die aktuellen Anregungen des Jugendstils, der
französischen Impressionisten und der Berliner Sezession
auf, schuf jedoch einen ganz eigenen Stil, der koloristische
Brillanz und souveräne Freiheit des Pinselstrichs mit
großzügiger Auffassung des Motivs verbindet. |
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In der Zwischenkriegszeit wie auch später im
New Yorker Exil war er gesuchter Maler der geistigen und
gesellschaftlichen Prominenz. In seinen Portraits
durchdringt er mit psychologischer Einsicht das Wesen des
Abgebildeten, und fängt die Atmosphäre der Epoche ein. Die
Bildnisgalerie reicht von Max Planck, Albert
Einstein über Theodor Heuss und Leo Baeck
bis Rainer Maria Rilke, Gerhart Hauptmann und
Thomas Mann und ist eine malerische Chronik des 20.
Jahrhunderts. Die Serie der Musikerlithographien von
1920 und 1946 ist ein gezeichnetes Kompendium der
zeitgenössischen Musikerelite. In den Bildnissen seiner
Familie (u.a. Samuel Saenger, Irma Saenger-Sethe, Baladine Klossowski, Pierre Klossowski, Balthus) und Bekannten (Arthur Schnabel, Adolf Busch, Fritz Busch) bezaubern die Frische und natürliche
Anmut des Ausdrucks. Das Werk seiner zweiten Lebenshälfte
umfasst zudem zahlreiche Landschaften, die auf ausgedehnten
Studienreisen entstanden, Architekturansichten und Stilleben.
Sie sind schöne Zeugnisse für den künstlerischen
Reifeprozess und die unaufdringliche Meisterschaft des
Spätwerks. Thomas Mann urteilte 1943: "vielleicht der
begabteste und phantasiereichste … Erbe des französischen
Impressionismus". Seine Bilder werden in zahlreichen
internationalen Museen und Sammlungen aufbewahrt. Im Sommer 2011 wurde ein Teil seines schriftlichen Nachlasses der Akademie der Wissenschaften in Berlin übergeben, die eine wissenschaftliche Auswertung plant.
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Werke
in Museen (Auswahl):
-
Historisches Museum Berlin
-
Jüdisches Museum Berlin
-
Nationalgalerie Berlin, Kupferstichkabinett Berlin
-
Kunsthalle Bremen
-
Historisches Museum der Stadt Breslau
-
Bezalel Museum, Jerusalem
-
Schiller-Nationalmuseum Marbach
-
Neue
Pinakothek München
-
Museum of the City of New York
-
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
-
Musée
de l'Art Moderne Paris
-
Carnegie Foundation Pittsburgh
-
Ostdeutsche Galerie Regensburg
-
Museum Tel Aviv
Werke
in Institutionen (Auswahl):
-
TH Aachen
-
Deutsches
Theater Berlin
-
Max-Planck-Institut Berlin-Dahlem
-
Reichstag
Berlin, Universität Berlin
Sammlung Marcel Reich-Ranicki Frankfurt/Main
-
Zeppelinwerke Friedrichshafen
-
Erzdiözese Michigan Detroit
-
Hunter College New York
-
Außenministerium Prag
-
Staatstheater Stuttgart
-
Library
of Congress Washington
-
Deutsche
Botschaft Washington
-
Sammlung
Ferdinand D'Este Wien
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Literatur:
-
Abercron,
Wilko von: Eugen Spiro. Spiegel seines Jahrhunderts.
Werkverzeichnis und Monographie, Alsbach 1990

-
Jaffa, Alisa: Eugen
Spiro. A Retrospective, London 2004
-
Łagiewski, Maciej:
Eugen Spiro (Wrocław 1874 - Nowy Jork 1972), Wroclaw
2002
-
Liebrecht, Vera:
Eugen Spiro. Leben und Werk, Aachen 1987
-
Richter, Klaus:
Eugen Spiro: Musikerporträts (1915-1953), in: Große
Schauspieler um Max Reinhardt. Ausstellung im Kunstamt
am Tiergarten, Berlin 1979
-
Scheyer,
Ernst: Eugen Spiro und Clara Sachs. Beiträge zur neueren
schlesischen Kunstgeschichte, München 1977
-
Spiro, Eugen: Retrospektive. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen,
Druckgraphik. Anläßlich einer Ausstellung der Galerie
von Abercron 1978, Köln/München 1978
-
Spiro, Peter: Nur uns gibt es nicht wieder. Erinnerungen an meinen Vater Eugen Spiro, Köln 2010
-
Unger, Thorsten:
Ernst Toller von Eugen Spiro, in: Dichterbilder,
Stuttgart 2003
-
Wirth, Irmgard: Eugen Spiro. Ein Querschnitt
durch das malerische und graphische Werk, Berlin 1969
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